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>>News März 2008 - Auswirkungen einer weltweiten Influenzapandemie auf Betriebe und Unternehmen!

 

Nachdem Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit einer weltweiten Influenzapandemie rechnen, werden bereits weltweit Vorsorgemaßnahmen getroffen um die Auswirkungen einer solchen Pandemie auf ein Mindestmass zu reduzieren.

Eine weltweite Influenzapandemie wird alle Lebensbereiche betreffen und die staatliche Infrastruktur und das öffentliche Leben werden erschwert und auf das massivste bedroht. Viele Ressourcen stehen nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt zur Verfügung und durch die vielen gegenseitigen Verflechtungen und Abhängigkeiten könnten auch große Funktionsteile des Staates, der Wirtschaft und auch der Gesellschaft allgemein wie gelähmt sein – oder sogar vollkommen wegfallen.

Die Versorgung mit Lebensmitteln, Energie, Trinkwasser und anderer notwendiger Güter und Dienstleistungen und die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit wird nur eingeschränkt funktionieren und die medizinischen Ressoucen und sämtliche Hilfsmittel sind bedroht. Der öffentliche Transport wie auch der Reiseverkehr wird weitgehendst eingeschränkt oder auch vollkommen zum erliegen kommen und die Kommunikation über Zeitungen, Radio und TV können stark beeinträchtigt sein. Der gesamte Handel wird stagnieren und der zu erwartende wirtschaftliche Schaden wird gigantische Ausmaße annehmen.

Eine telefonische Marketingumfrage im Frühjahr 2007 ergab, dass nur etwa die Hälfte aller Betriebe und Unternehmen vorbereitet sind und nur 50 Prozent davon waren überzeugt, gut bis sehr gut auf eine Influenza-Pandemie mit einem ausgearbeiteten Pandemieplan vorbereitet zu sein. Etwa 80 Prozent der Befragten gab jedoch zu, große Schwierigkeiten bei der Erstellung und konkreten Umsetzung einer Pandemieplanung zu haben.

Die Bewältigung einer weltweiten Influenzapandemie ist nicht alleine eine Angelegenheit der Gesundheitsbehörden – es ist ein Problem der Gesellschaft, der gesamten Bevölkerung! Neben Bund, Ländern, Gemeinden, Wohlfahrtsverbänden und Hilfsorganisationen ist auch die Privatwirtschaft mit ihren großen und kleinen Firmen, Betrieben und Unternehmen ein wichtiger Akteur zur Bewältigung einer solchen Katastrophe! Und es wird speziell auch für den Mittelstand entscheidend sein, wie gut er vorbereitet ist seine Mitarbeiter zu schützen und damit auch wirtschaftliche Auswirkungen zu begrenzen. Entscheider und Pandemiebeauftragte in Betrieben und Unternehmen müssen jetzt mit den Vorbereitungen beginnen, denn ist die Pandemie erst einmal ausgebrochen, bleibt für geeignete Massnahmen und Notfallpläne ganz sicher keine Zeit mehr!

Es besteht lt. WHO kein Zweifel, dass sich aus einer regionalen Grippe-Epidemie schnell ein weltumspannender Infektionsverlauf entwickelt. Der wirtschaftliche Schaden wird gigantisch sein und Firmen und Betriebe werden mit einem Ausfall von etwa 40% ihrer Mitarbeiter rechnen müssen. Dieser Ausfall ist einerseits bedingt durch direkte Erkrankung der Beschäftigten und andererseits durch Abwesenheit vieler Beschäftigten wegen der Erkrankungsfälle in den Familien. Wenn man bedenkt, dass die jährliche Grippe-Saison, die uns regelmäßig von Oktober bis April erwischt, bereits mit einem Mitarbeiterausfall von etwa 10% zu Buche schlägt, so klingen die Ausfälle und wirtschaftlichen Kosten einer Influenzapandemie, die lt. den prognostizierten Zahlen der Unternehmensberatung Marsh/Albright, bei etwa $ 4,4 Billionen liegen – absolut realistisch.

So weit die wirtschaftlichen Szenarien!

Der Krisenfall lässt sich nicht verhindern – lt. WHO ist die Frage nicht, OB diese Pandemie eintrifft - sondern nur WANN?

Was also können Betriebe und Unternehmen tun, um die Mitarbeiter zu schützen und den wirtschaftlichen Schaden so gering wie möglich zu halten? Denn das Risiko einer Infektion ist im Beruf, dem Arbeitsplatz und dem damit verbundenen Umfeld deutlich höher als in sonstigen Lebensbereichen.

Mit guten Vorsorgemassnahmen, sprich einer Pandemie-Notfallplanung lassen sich die Auswirkungen abfedern und Reaktionszeiten verkürzen. Mit einem unternehmenseigenen Pandemie-Notfallplan kann die Produktion auch im Krisenfall aufrechterhalten, oder wenn notwendig heruntergefahren werden. Der Schutz der Mitarbeiter wird gewährleistet, das Unternehmen bleibt weitgehendst funktionsfähig und der normale Alltagsablauf wird so gut wie möglich aufrechterhalten.

Sowohl das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenvorsorge (BBK) mit den Bund-Länder-Arbeitsgruppen, wie auch das Robert-Koch-Institut (RKI) rät Firmen und Betrieben dazu, sich bereits jetzt auf die möglichen existenzbedrohenden Auswirkungen einer Pandemie vorzubereiten und Massnahmen in Betracht zu ziehen, die im Ernstfall bei Ausfall von Mitarbeitern durch hohe Erkrankungsraten oder bei Wegfall wichtiger Ressourcen die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes gewährleisten.
(Copyright: Olivia Ziriakus ö. b. u. v. SV)

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