Nachdem Experten der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit einer weltweiten
Influenzapandemie rechnen, werden bereits weltweit
Vorsorgemaßnahmen getroffen um die Auswirkungen einer solchen
Pandemie auf ein Mindestmass zu reduzieren.
Eine weltweite Influenzapandemie wird alle Lebensbereiche betreffen und
die staatliche Infrastruktur und das öffentliche Leben werden
erschwert und auf das massivste bedroht.
Viele Ressourcen stehen nicht mehr oder nur noch sehr
eingeschränkt zur Verfügung und durch die vielen
gegenseitigen Verflechtungen und Abhängigkeiten
könnten auch große Funktionsteile des Staates, der
Wirtschaft und auch der Gesellschaft allgemein wie gelähmt
sein – oder sogar vollkommen wegfallen.
Die Versorgung mit Lebensmitteln, Energie, Trinkwasser und anderer
notwendiger Güter und Dienstleistungen und die
Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit wird
nur eingeschränkt funktionieren und die medizinischen
Ressoucen und sämtliche Hilfsmittel sind bedroht. Der
öffentliche Transport wie auch der Reiseverkehr wird
weitgehendst eingeschränkt oder auch vollkommen zum erliegen
kommen und die Kommunikation über Zeitungen, Radio und TV
können stark beeinträchtigt sein. Der gesamte Handel
wird stagnieren und der zu erwartende wirtschaftliche Schaden wird
gigantische Ausmaße annehmen.
Eine telefonische Marketingumfrage im Frühjahr 2007 ergab,
dass nur etwa die Hälfte aller Betriebe und Unternehmen
vorbereitet sind und nur 50 Prozent davon waren überzeugt,
gut bis sehr gut auf eine Influenza-Pandemie mit einem ausgearbeiteten
Pandemieplan vorbereitet zu sein. Etwa 80 Prozent der Befragten gab
jedoch zu, große Schwierigkeiten bei der Erstellung und
konkreten Umsetzung einer Pandemieplanung zu haben.
Die Bewältigung einer weltweiten Influenzapandemie ist nicht
alleine eine Angelegenheit der Gesundheitsbehörden –
es ist ein Problem der Gesellschaft, der gesamten Bevölkerung!
Neben Bund, Ländern, Gemeinden, Wohlfahrtsverbänden
und Hilfsorganisationen ist auch die Privatwirtschaft mit ihren
großen und kleinen Firmen, Betrieben und Unternehmen ein
wichtiger Akteur zur Bewältigung einer solchen Katastrophe!
Und es wird speziell auch für den Mittelstand entscheidend
sein, wie gut er vorbereitet ist seine Mitarbeiter zu schützen
und damit auch wirtschaftliche Auswirkungen zu begrenzen.
Entscheider und Pandemiebeauftragte in Betrieben und Unternehmen
müssen jetzt mit den Vorbereitungen beginnen, denn ist die
Pandemie erst einmal ausgebrochen, bleibt für geeignete
Massnahmen und Notfallpläne ganz sicher keine Zeit mehr!
Es besteht lt. WHO kein Zweifel, dass sich aus einer regionalen
Grippe-Epidemie schnell ein weltumspannender Infektionsverlauf
entwickelt. Der wirtschaftliche Schaden wird gigantisch sein und Firmen
und Betriebe werden mit einem Ausfall von etwa 40% ihrer Mitarbeiter
rechnen müssen. Dieser Ausfall ist einerseits bedingt durch
direkte Erkrankung der Beschäftigten und andererseits durch
Abwesenheit vieler Beschäftigten wegen der
Erkrankungsfälle in den Familien.
Wenn man bedenkt, dass die jährliche Grippe-Saison, die uns
regelmäßig von Oktober bis April erwischt, bereits
mit einem Mitarbeiterausfall von etwa 10% zu Buche schlägt, so
klingen die Ausfälle und wirtschaftlichen Kosten einer
Influenzapandemie, die lt. den prognostizierten Zahlen der
Unternehmensberatung Marsh/Albright, bei etwa $ 4,4 Billionen liegen
– absolut realistisch.
So weit
die wirtschaftlichen Szenarien!
Der
Krisenfall lässt sich nicht verhindern – lt. WHO ist
die Frage nicht, OB diese Pandemie
eintrifft - sondern nur WANN?
Was also können Betriebe und Unternehmen tun, um die
Mitarbeiter zu schützen und den wirtschaftlichen Schaden so
gering wie möglich zu halten? Denn das Risiko einer Infektion
ist im Beruf, dem Arbeitsplatz und dem damit verbundenen Umfeld
deutlich höher als in sonstigen Lebensbereichen.
Mit guten Vorsorgemassnahmen, sprich einer Pandemie-Notfallplanung
lassen sich die Auswirkungen abfedern und Reaktionszeiten
verkürzen. Mit einem unternehmenseigenen Pandemie-Notfallplan
kann die Produktion auch im Krisenfall aufrechterhalten, oder wenn
notwendig heruntergefahren werden. Der Schutz der Mitarbeiter wird
gewährleistet, das Unternehmen bleibt weitgehendst
funktionsfähig und der normale Alltagsablauf wird so gut wie
möglich aufrechterhalten.
Sowohl das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und
Katastrophenvorsorge (BBK) mit den Bund-Länder-Arbeitsgruppen,
wie auch das Robert-Koch-Institut (RKI) rät Firmen und
Betrieben dazu, sich bereits jetzt auf die möglichen
existenzbedrohenden Auswirkungen einer Pandemie vorzubereiten und
Massnahmen in Betracht zu ziehen, die im Ernstfall bei Ausfall von
Mitarbeitern durch hohe Erkrankungsraten oder bei Wegfall wichtiger
Ressourcen die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes
gewährleisten.
(Copyright: Olivia Ziriakus ö. b. u. v. SV)
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