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>>News Dezember 2007 - Noviren breiten sich weiter aus ... bereits über 2.500 Fälle in München!

 

Nachdem sich die Noroviren weiterhin extrem schnell ausbreiten, wird durch das Robert-Koch-Institut (RKI) nochmals dringend zu verstärkten Hygienemaßnahmen geraten.
Alleine in München wurden bereits Schulen und Kindergärten geschlossen, und man geht in diesem Winter von bis zu einer Million infizierten Patienten aus, die an Brechdurchfall aufgrund der Viren erkrankt sind.

Zum Vergleich zu den sich sehr schnell verbreitenden Viren: Im Januar wurden alleine aus Nordrhein-Westfalen 4.300 Noroviruskranke gemeldet - im Dezember 2005 waren es bundesweit nur 751 Fälle.

Der Norovirus ist ein Erreger, der Brechdurchfälle vorwiegend über den Stuhlgang und das Erbrochene überträgt. Aber auch Speisen, Kleidung, sowie alltägliche Gegenstände können mit dem Virus kontaminiert sein. Um einer epidemieartigen Verbreitung vorzubeugen, sind daher bei einer Erkrankung strenge Hygienemaßnahmen erforderlich. Werden Noroviren-Infektionen nachgewiesen, muß der behandelnde Arzt dies dem Gesundheitsamt melden.
Bei Erwachsenen, die im Lebensmittelbereich tätig sind, oder bei Kindern, die in einer Gemeinschaftseinrichtung betreut werden, reicht dafür bereits der Verdacht zur Meldepflicht.

Das Gefährliche an einer Magen-Darm-Grippe ist der hohe Flüssigkeits- und Elektrolytverlust, der besonders bei Kindern und älteren Menschen gefährliche Auswirkungen haben kann. Es ist darauf zu achten, daß erkrankte Personen trotz des Brechreizes viel Tee oder andere Getränke zu sich nehmen. Darüber hinaus ist bei einer Infektion mit Noroviren vor allem strenge Bettruhe wichtig und ansonsten kann man nur abwarten, denn bisher gibt es weder einen Impfstoff noch Medikamente gegen das äußerst aggressive Virus. Auch wenn der Patient wieder genesen ist, kann er immer noch bis zu zwei Wochen danach ansteckend sein.

Empfehlungen bei Verdacht auf eine infektöse Darmerkrankung
Grundsätzlich sollte der Besuch von Angehörigen, Mitarbeitern oder Besuchern mit akuten Darmerkrankungen in der Einrichtung vermieden werden. Sollte jedoch eine Erkrankung auftreten, die von den Angehörigen, Mitarbeitern, Besuchern oder dem Pflegedienst nicht rechtzeitig erkannt worden ist, bzw. Informationen hierüber erst zu spät mitgeteilt worden sein, sollten die nachfolgenden Regeln unbedingt beachtet werden.

Auftreten:
Bei akuten Darmerkrankungen handelt es sich sehr oft um einen Norovirus oder auch Norwalkvirus. Noroviren sind häufig, meist in den Wintermonaten, die Ursache für akute Gruppenerkrankungen in Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheimen, Kinderheimen, Jugendeinrichtungen und sonstigen Gemeinschaftsverpflegungen, wobei der Mensch das einzige bekannte Reservoir des Erregers ist.

Übertragung:
Übertragen werden die Viren über Ausscheidungen, also über den Stuhl des Menschen und über Erbrochenes. D.h. eine Übertragung erfolgt überwiegend fäkal/oral, aber auch durch Tröpfcheninfektion beim Kontakt mit der infizierten Person. Infektionen können jedoch auch von Speisen und Getränken ausgehen, die mit Noroviren kontaminiert sind.

Ansteckungsgefahr:
Höchste Ansteckungsgefahr besteht während der akuten Erkrankung mit Durchfall, durch den Stul und das Erbrochene des Erkrankten. Noroviren werden auch nach der Erkrankung mindestens noch ein bis zwei Wochen lang ausgeschieden - in manchen Fällen sogar noch länger.

Symptome:
Eine Infektion mit dem Norovirus oder auch anderen infektiösen Darmerkrankungen äußert sich durch starke Durchfälle und Erbrechen mit großem Flüssigkeitsverlust. Meist besteht auch ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl mit starken Bauchschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit und einem allgemein sehr matten Körpergefühl. Die Körpertemperatur kann etwas erhöht sein - zu hohem Fieber kommt es meist jedoch nicht.

Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Infektionskrankheit beträgt in der Regel 1 bis 3 Tage.


Verhaltensregeln und Maßnahmen
Information an alle Mitarbeiter.
Information an alle Angehörigen, Besucher, ambulante Dienste.
Erhöhte Hygienemaßnahmen durch verstärkte Händedesinfektion bei Mitarbeitern, Pflegepersonal und auch den Erkrankten, um die Weiterverbreitung zu verhindern.
Erhöhte Hygienemaßnahmen bei pflegerischen Arbeiten, z.B. das Tragen von Mund-/Nasenschutz und Einmalkitteln und deren Wechsel nach Kontakt mit infizierten Personen.
Erhöhte Hygienemaßnahmen auch beim Reinigen und Desinfizieren von Tatschflächen (Handläufe, Lichtschalter, Türgriffe, Spülknöpfe, WC-Brillen etc.) vor allem in den Bereichen, in denen Personen infiziert sind.
Erhöhte Hygienemaßnahmen bei Mitarbeitern, die im Lebensmittelbereich tätig sind - sie dürfen keinesfalls Kontakt zu infizierten Personen haben und sollten außerdem eine strenge Personalhygiene einhalten.

Sollten Sie Fragen oder Beratungsbedarf haben, wir stehen jederzeit zur Verfügung.

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