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>>News Oktober 2007 - Warum sind Influenza-Grippe-Impfungen so wichtig?

 

Von der Bundesärztekammer, wie auch vom RKI (Robert-Koch-Institut) werden weiterhin Grippeschutzimpfungen dringend empfohlen. Insbesondere Berufstätige im Gesundheitswesen sollten sich unbedingt einer Influenza-Grippeimpfung unterziehen.
Die Gründe sind nachvollziehbar: Mitarbeiter, die z.B. in Pflegeberufen tätig sind, haben Kontakt mit kranken oder immungeschwächten Personen. Daher besteht ein erhötes Risiko, selbst an Influenza zu erkranken. Darüber hinaus ist es eben so wichtig, daß Bewohner oder Patienten vor einer Übertragung von Influenza-Viren durch das Pflegepersonal geschützt werden.

Eine Influenza-Grippe-Impfung gewährt einen 3-fachen Schutz.
1) schützt sie die Bewohner und Patienten, den Mitarbeitern bewahrt sie vor Ansteckung und von ihnen selbst kann keine Influenza-Grippe übertragen werden.
2) Die Impfung schützt auch die Familien der Mitarbeiter.
3) Die Mitarbeiter selbst sind durch eine Impfung geschützt.

Während der täglichen Arbeit, auch mit viel Kontakt zur Allgemeinbevölkerung (Angehörigen, Kollegen, anderem Personal etc.) ist die Gefahr einer Influenza-Infektion besonders hoch. Umgekehrt kann aber auch nicht geimpftes Pflegepersonal die Quelle einer Übertragung der Influenza oder echten Grippe auf die betreuten Bewohner oder Patienten sein. Gerade Senioren und kranke Menschen gehören zu den sog. Risikogruppen für eine Influenza, denn bei ihnen kann eine echte Grippe in verstärktem Maße zu Komplikationen wie einer schweren Lungenentzündung führen. Dabei kommt es häufig auch zu Todesfällen in dieser Bevölkerungsgruppe.
Im Jahresdurchschnitt sterben pro Jahr zwischen 7.000 und 14.000 Menschen an den Folgen einer echten Grippe. Im Vergleich zur jüngeren Bevölkerungsgruppe ist das Risiko, an einer Influenza zu sterben, bei Menschen über 60 Jahren um ein Vielfaches erhöht.

Mitarbeiter in Pflegeberufen können also die Quelle eines Influenza-Infektes für die betreuten Bewohner oder Patienten sein und sind sich dessen oft nicht bewußt. Eine Influenza-Infektion kann manchmal auch nur leichte oder gar keine Symptome verursachen. Und viele Mitarbeiter arbeiten dann auch mit leichten "Erkältungsanzeichen" weiter und können so das Influenzavirus unwissentlich auf andere übertragen.

Es genügt also nicht, daß nur Senioren oder kranke Menschen selbst geimpft sind - denn geimpfte Personen höheren Alters sind leider durch eine Influenza-Impfung nicht so gut geschützt wie jüngere Menschen. Dies resultiert daraus, daß sich das Immunsystem älterer Menschen durch eine Impfung mit Antikörpern nicht mehr so gut stimulieren läßt.
In einer großen wissenschaftlichen Studie wurde nachgewiesen, daß Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und kranke Menschen in Kliniken und Krankenhäusern dann am besten vor einer Influenzaerkrankung geschützt waren, wenn sowohl die Impfrate bei den Bewohnern und Patienten als auch beim Pflegepersonal hoch waren - also das Impfverhältnis gleich war.

Leider gibt es noch immer Kritik gegen eine Influenza-Impfung mit folgenden Begründungen:

Die Influenza-Impfung könne eine "Grippe" verursachen!
Dies ist nicht möglich, da eine Influenza-Impfung kein "lebendes" Virus enthält, sondern nur noch Virusbestandteile.
Nach einer Influenza-Impfung sei es zu einem "grippalen" Infekt gekommen.
Am wahrscheinlichsten ist hier wohl die leichte Reaktion des Körpers auf den verabreichten Impfstoff gewesen - oder es kam durch Koinzidenz zu einer Infektion mit einem anderen Erreger, der ebenfalls eine grippeähnliche Erkrankung ausgelöst hat. Man sollte nicht vergessen, daß man es einem "grippalen Infekt" nicht ansieht, von welchem Erreger er ausgelöst wurde. Genau so wie eine Masernimpfung nicht vor Röteln schützt kann eine Influenza-Impfung nur vor Infektionen mit dem Influenza-Virus schützen und nicht vor "grippalen Infekten" durch andere Erreger.

Der Krankheitsverlauf
Der Krankheitsverlauf einer echten Influenza-Grippe kann im Vergleich zu anderen Atemwegserkrankungen einen besonders schweren Verlauf nehmen und unter Umständen tödliche Folgen haben. Zu schweren Komplikationen kommt es vor allem dann, wenn das Immunsystem bereits aus anderen Gründen geschwächt ist.

Hinweise zur Schutzimpfung
Risikogruppen wird zu einer schnellen Impfung geraten. Zu diesen Gruppen gehören vor allem alle älteren Menschen über 60 Jahren sowie Personen mit chronischen Erkrankungen. Wichtig ist, die Influenza-Impfung auch für alle Beschäftigten in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr und ganz besonders in Alten- und Pflegeeinrichtungen, Kliniken und Krankenhäusern.
Nach einer Grippeimpfung braucht das Immunsystem sieben bis vierzehn Tage um den Impfschutz aufzubauen. Die Impfung muß jährlich wiederholt werden, weil sich die Eigenschaften der Grippeviren auch jedes Jahr verändern.
Die Kosten für die Impfung wird von den gesetzlichen Krankenkassen und in der Regel auch von den Privatkassen übernommen.

Lassen Sie sich gegen Influenza impfen - es ist nur ein kleiner Stich, bietet aber den Vorteil einer 3-fach Schutzwirkung:
... davor, daß wir die Influenza auf die von uns betreuten Senioren übertragen
... davor, daß wir die Influenza nach Hause in unsere Familien tragen und
... davor, daß wir selbst erkranken.

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