Weltweit wird vor einer
drohenden Influenzapandemie gewarnt. Experten gehen davon aus, dass
eine solche Pandemie jederzeit auftreten kann, wobei genauer Zeitpunkt,
Subtyp des Erregers und die Schwere nicht vorhergesagt werden
können.
Zur Vorbereitung auf eine Influenzapandemie haben daher Bund und
Länder einen auf Mehrfachstrategien basierenden Nationalen
Influenza-Pandemieplan entwickelt, unter Verwendung dessen fachlicher
Inhalte auch der Bayerische Influenzapandemie-Rahmenplan basiert und
damit auch derzeit auf Kreisebene Planungen für eine
Influenzapandemie erfolgen. Neben den Kreisverwaltungsbehörden
mit ihren Fachabteilungen, die für das Meldewesen, fachliche
Aspekte des Seuchenschutzes bis hin zur Anordnung
seuchenschutzrechtlicher Schutzmaßnahmen zuständig
sind, sind auch die niedergelassenen Ärzte,
Krankenhäuser, Apotheken und die für die
öffentliche Ordnung zuständigen Organe,
einschliesslich der Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbände
wichtige Akteure zur Bewältigung einer Pandemie.
Auf der Gesundheitsministerkonferenz vom 15.12.2005 wurden daher
einstimmig alle verantwortlichen Institutionen, insbesondere die
Krankenhäuser, Rettungs- und Hilfsdienste, die
Ärzteschaft, aber auch Alten- und Pflegeeinrichtungen und
sonstige Heimbereiche aufgefordert, sich mit der Möglichkeit
einer Pandemie auseinanderzusetzen, eigene Vorbereitungen zu treffen
und organisatorische Massnahmen für eine
Influenzapandemie-Notfallplanung zu treffen.
Vor diesem Hintergrund sollen sich alle Verantwortlichen die Frage
stellen, ob alles unternommen wird, um Auswirkungen einer
möglichen Pandemie auf Bewohner, Mitarbeiter und den
Heimbetrieb zu minimieren.
Im Fokus stehen dabei:
- Schutz der Bewohner und Ihrer Angehörigen,
- Schutz des Pflegepersonals und deren Familien,
- Minimierung des wirtschaftlichen Schadens für das
Unternehmen,
- Effektives Krisenmanagement während einer eventuellen
Pandemie,
- Sicherstellung der schnellstmöglichen Rückkehr zum
Normalbetrieb nach einer Pandemie.
Aufgrund sehr vieler Nachfragen nach Basisunterlagen für eine
Influenzapandemie-Planung, haben wir nun in Abstimmung mit einigen
Gesundheitsämtern, speziell für Alten- und
Pflegeeinrichtungen und sonstige Einrichtungen mit
Gemeinschaftsverpflegung einen Praxisordner
Influenzapandemie-Notfallplan zur internen Notfallplanung entwickelt.
Auf die jeweilige Einrichtung personalisiert, ist der Notfallplan in
jeder Phase sofort anwendbar!
Der Notfallplan enthält neben einem speziellen
Influenzapandemie-Hygieneplan viele Informationen zu den einzelnen
Umsetzungsphasen. Die einzelnen Arbeitsanweisungen, -formulare und
Checklisten sowie ein DIN-A3-Hygieneplan sind in einem praktischen
Ringordner abgeheftet, leicht herausnehmbar und können so auf
jede Einrichtung entweder manuell, oder mittels beiliegender CD-ROM
individualisiert und ergänzt werden.
Jeder weiss sofort WAS - WANN und WIE exakt zu tun ist.
Wir betreuen seit über 20 Jahren Alten- und Pflegeheime, viele
sonstige Einrichtungen mit Gemeinschaftsverpflegung, sowie
Lebensmittelbetriebe und unsere Erfahrung zeigt, dass die Einrichtungen
selbst weder die notwendige Zeit noch die Kenntnisse haben WAS - WANN -
WIE zu tun ist - und die interne Influenzapandemie-Notfallplanung
bleibt weiterhin ein Stiefkind!
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